Altatran

Astronomie

Altatran ist ein Trabant mit einem Äquatorialdurchmesser von 13.427 Kilometern, der zusammen mit einem weiteren, unregelmäßig geformten Mond den Gasriesen Wiridwlosk umrundet. Er befindet sich in der Großen Magellanschen Wolke, etwa 163.000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Von der Südhalbkugel unseres Planeten ist die Galaxie als milchiger Fleck mit bloßem Auge erkennbar.

Ein altatranischer Tag – die Drehung des Trabanten um seine eigene Achse – umfasst 28 Stunden. Für den Umlauf um Wiridwlosk benötigt Altatran elf Tage. Daraus ergibt sich die altatranische Woche, die von den Bewohnern als Zyklus bezeichnet wird.

Der Zyklus gliedert sich in drei Phasen:
Dämmerphase (ca. 5 Tage): Halbtag-Nacht-Wechsel. Anghiran steht tief am Himmel, die Temperaturen bleiben moderat. Diese Tage gelten als Arbeitstage.
Dunkelphase (ca. 3 Tage): Anghiran verschwindet vollständig hinter Wiridwlosk. Der erste dieser Tage gilt traditionell als arbeitsfrei, die beiden folgenden sind reguläre Arbeitstage.
Wechselphase (ca. 3 Tage): Regulärer Tag-Nacht-Rhythmus, vergleichbar mit der Erde. Diese Tage sind arbeitsfreie Tage und bilden das Wochenende.

Ein altatranisches Jahr umfasst 313 Tage und ist damit zeitlich ungefähr so lang wie ein Erdenjahr.

Altatran liegt innerhalb der Hill-Sphäre von Wiridwlosk, dessen Gravitation den Trabanten stabil an sich bindet. Gleichzeitig befindet sich der Gasriese in einer günstigen Distanz zu Anghiran, der Sonne des Systems.

Im „grünen Gürtel“ gelegen, vereint Altatran alle Voraussetzungen für Leben: eine stabile Konstellation, eine schützende Atmosphäre und Wasser, das rund 65 % seiner Oberfläche bedeckt. Der Himmel erscheint tagsüber violett; gegen Abend färbt ihn das Streulicht Wiridwlosks grünlich. Diese besonderen Lichtverhältnisse prägen auch die Flora: Viele einheimische Pflanzen zeigen eine bläuliche Färbung.

Geschichte

Geht man auf der Erde vom Jahr 1998 aus – dem Jahr, in dem Dragan Band 1 beginnt –, so öffneten sich auf Altatran vor 437 Jahren durch den Missbrauch fortschrittlicher Technologien zahllose Raumrisse. Dieses Ereignis markierte den Beginn der Großen Zuwanderung, die selbst nach Jahrhunderten noch immer eine prägende Rolle in der altatranischen Geschichte spielt.

Auf die Öffnung der Portale folgten Jahrhunderte der Auseinandersetzungen: Kämpfe gegen invasive Arten, kulturelle Konflikte und blutige Kriege. Erst allmählich fanden die Ureinwohner einen fragilen Frieden mit ihren meist unfreiwilligen Nachbarn aus den entlegensten Winkeln des Universums.

Heute gilt Altatran als Schmelztiegel unzähliger Spezies, Kulturen und Religionen. Damit das Zusammenleben trotz extremer Unterschiede möglich bleibt, stützt sich die Gesellschaft stark auf Überwachung und strenge Gesetze, die Eskalationen so weit wie möglich eindämmen sollen.

Urlaubsbesucher aus dem Anghiran-System

Seit Jahrzehnten bewegen sich Altatraner unbemerkt unter den Menschen auf der Erde. Manche gleichen uns zu sehr, um aufzufallen; andere werden als kostümierte Freaks oder Hirngespinste abgetan. Viele Videos und Berichte von Menschen und Kreaturen, die sich von einem Moment auf den nächsten in Luft aufgelöst haben sollen, kursieren im Netz – Beweismaterial für sogenannte Springer von Altatran und anderen Welten. Einige davon sind echt, doch in der Flut aus manipulierten Aufnahmen, erfundenen Geschichten und der Wegrationalisierung des Befremdlichen werden sie schnell als Fakes abgestempelt und ignoriert.

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