Kapitel 3: Die Nachverhandlung
„Was genau hast Du geändert?“, fragte Iohaan, während er Tiana eine zweite Tasse Kaffee einschenke.
„Laut Vertrag MUSS Dorian Willard nach der Ausbildung einen Arbeitsplatz bei Thorn Tervagard stellen und wenn der Junge keinen groben Mist baut, ist er faktisch unkündbar.“
Iohaan lachte hämisch auf: „Ich wette, das hat Dorian nicht so besonders gefallen.“
„Das hat ihm überhaupt nicht gefallen“, bestätigte Tiana ernst: „Allerdings belaufen sich Wills Chancen, innerhalb von 'Thorn Tervagard' beruflich aufzusteigen gegen null. Er wäre besser dran, das Unternehmen direkt nach seiner Ausbildung zu verlassen.“
„Schätzt Du seine Lage so schlecht ein?“
„Noch weitaus schlechter. Meine auf die Schnelle durchgedrückten Vertragsveränderungen garantieren Willard bloß seine Übernahme in ein festes Arbeitsverhältnis unter der Mutterfirma 'Thorn Tervagard'. Dabei hat er, anders als zuvor mit Markus abgesprochen, keinerlei Ansprüche auf die für ihn ursprünglich angedachte leitende Position innerhalb des Zma-Tochterunternehmens. Dorian wird ihn nicht einmal in die NÄHE einer leitenden Position lassen. Stattdessen stellt er Will irgendwo in der untersten Hierarchiestufe ein – und macht ihm dort so lange das Leben schwer, bis er von selbst kündigt.“
„Du hast wahrscheinlich Recht“, überlegte ihr Chefsekretär: „So wie ich es sehe, zieht Dorian gerade dieselbe miese Tour mit 'ZmaMeds' durch, wie vor Jahren mit Deiner Firma.“
Tiana lehnte sich mit verschränkten Armen zurück: „Und das siehst Du absolut richtig. Markus ist so verblendet, dass er erst dann begreift, was mit seinem Familienunternehmen los ist, wenn es nicht länger existiert“, sie hmpfte verbittert: „Immerhin war Markus nicht närrisch genug, einen privaten Partnervertrag mit Dorian einzugehen. Ich wette, er hätte ihn mit Kusshand genommen.“
Iohaan nickte: „Und Zmas Familienunternehmen gleich mit dazu.“
Tiana verzog ihre Mundwinkel: „Na ja, unterm Strich hat er ja doch wieder bekommen, was er wollte. Außer, dass er mir Markus dafür nicht in die Kiste hüpfen musste.“
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„Seid gegrüßt, künftige Weltenhüpfer! Heute werden wir wieder hunderte von Lichtjahren durch den Weltraum springen, um das Verhalten anderer Lebensformen zu erforschen!“, eröffnete die Nuklera: „Auf Altatran, das wisst ihr ja bereits, kann jeder, der hungrig ist, sich einfach was zu Essen ausdrucken. Dabei verwenden Lebemsmittel-Molekularkartuschen längst keine tierischen oder pflanzlichen Bestandteile mehr. Trotzdem sind in dem gedruckten Essen alle wichtigen Nährstoffe und Vitamine enthalten, die jeder einzelne von uns benötigt.“
Arda, ein Mani, der hauptsächlich als Comic Relief fungierte und sich einzig und allein vom gedruckten Keksen zu ernähren schien, schaltete sich mit ein: „Und dabei kann man vom Geschmack her alles ausdrucken, worauf man Lust hat!“
„Zu schade, dass Du diese Funktion noch nicht entdeckt hast“, triezte ihn Izzi. Im Hintergrund jaulte Chichi, Ardas Therapie-Kabban8.
„Auch in der altatranischen Wildnis ist es immer noch die Regel, dass Tiere und Pflanzen andere Lebewesen konsumieren müssen, um zu überleben. Chichi hier muss aber keine Tiere jagen, um satt zu werden.“
„Olga, was ist jagen?“, Dragan dämmerte etwas sehr unangenehmes.
Seine Stiefschwester überlegte kurz.
„Jagen, das ist wie Fangen spielen, nur ... wenn Dich der Fänger erwischt, dann tötet er Dich.“
„T-töten?“, entsetzte sich ihr kleiner Bruder: „Aber Töten ist sehr sehr schlimm!“
„Unsere Vorfahren waren Jäger und Sammler, weil wir Allesfresser sind und Pflanzen und Tiere essen müssen, um gesund zu bleiben.“
Dragan schluckte schwer: „I-ich will keine Tiere oder Pflanzen essen. Ich mag Tiere. Und Pflanzen sind hübsch.“
Seine Schwester lachte auf, als sie seinen entsetzten Gesichtsausdruck erblickte:
„Du musst doch keine Tiere oder Pflanzen essen, Du Schwachkopf. Aber es gibt Planeten, wo Anwohner immer noch sammeln und jagen müssen, um genug zu Essen zu kriegen. Und Tiere auf Altatran müssen auch andere Tiere jagen und töten, sonst verhungern sie und sterben. Pflanzenfresser essen Pflanzen, und Fleischfresser essen Pflanzenfresser. Ist doch ganz einfach, oder?“
„Aber warum können die Tiere nicht bei uns in der Stadt leben? Dann müssen sie keine anderen Tiere essen.“
„Wilde Tiere können nicht so leben wie wir. Das wäre unnatürlich. Warum glaubst Du denn, dass es die ganzen Naturschutzgebiete gibt, häh?“
„Damit die Tiere Platz haben“, antwortete ihr kleiner Bruder.
„Ja, und glaubst Du, die haben da in den Steppen und Wäldern überall Essensdrucker herumstehen?“
„Haben sie nicht?“
„Natürlich nicht, Du Pustochol9“, erwiderte seine Schwester: „Wilde Tiere können doch keine Essensdrucker bedienen! Wenn Du einer wilden Chichi in der Wüste begegnen würdest, dann würde sie Dich jagen und fressen.“
Das klang einleuchtend. Und ganz furchtbar
Dragans Unterlippe begann zu zittern. Sein Blick fiel auf die zuckersüße Kabban-Schnauze, die ihn in einer fließenden Idle-Animation vom Bildschirm herab ansah. Das Entertainment-System hatte die Serie angehalten, damit die Kinder das aufgeworfene Thema ungestört mit einander ausdiskutieren konnten.
„Und Chichi ist ein Fleischfresser?“
Seine Schwester nickte.
„Chichi würde mich fressen?“, Dragans Augen waren erst weit aufgerissen, nun hatten sie damit begonnen, sich ganz gefährlich zu verengen.
„Nein, ein wilder Kabban würde Dich fressen“, korrigierte ihn seine Schwester: „Chichi würde Dich erst fressen, wenn sie lange Zeit niemand füttert. Sie wurde ja dazu ausgebildet, nett und geduldig zu sein. Besonders zu so Nervsägen wie Dir.“
Der Schreck ihres keinen Bruder kippte in Frust.
„A-ah-ber ich will nicht, dass Chichi mich frisst!“, heulte er los.
„Ach Du meine Scheiße, Dragan. Hör auf zu heulen! Ich hab doch gesagt, dass Chichi Dich nicht fressen wird!“
Wenn ihre Stiefmutter das hörte, würde sie wieder einen Einlauf kassieren und sie hatte nicht schon wieder Bock auf Stress.
Sie sprang vom Sofa und gab ihrem Stiefbruder einen Ruck: „Hörst Du jetzt auf? Ich krieg' noch Ärger wegen Dir!“
Dragan wollte seiner Schwester doch keinen Ärger machen! Aber sie klang so wütend, dass er Angst bekam und sein Geheul sich dadurch nur noch verstärkte.
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„Ich habe mehr als nur einmal darüber nachgedacht, nur das Nötigste zusammenzupacken und mit Dragan zu verschwinden. Vielleicht zu den Östlichen Inseln – jedenfalls so weit weg wie möglich von diesem manipulativen Wichser. Aber glaubst Du, Dorian wird mich einfach gehenlassen? Ihm wird es nicht reichen, dass er mein Familienunternehmen zerstört, mein Erbe in den Schmutz gezogen und meine gesamte Verwandtschaft gegen mich aufgehetzt hat. Er wird dafür sorgen, dass ich mittellos bin und keine Fuß mehr in die Pharma-Industrie setzen kann.“
„Wenn ihm jemand die Stirn bieten kann, dann bist Du es“, überlegte Iohaan: „In Deiner Position kannst Du genug Dreck über ihn aufwühlen, um ihn für ein paar Jahre hinter Gitter zu bringen.“
„Iohaan, mein Einfluss bei Thorn Tervagard schwindet von Tag zu Tag, das weißt Du doch. Dorian hat mir hintenrum bereits einige der essenziellsten Zugänge entzogen und sie auf ein paar Speichellecker umverteilt. Und wie hat er es nach Außen kommuniziert? Ich müsse entlastet werden, damit neben dem Geschäft noch genug Zeit für die Familie bleibt und ich die Möglichkeit habe, mich von meiner Arbeit zu „erholen“. Jetzt brauch ich nur ein falsches Wort zu verlieren, und schon stellt mich mein Göttergatte als eine ausgebrannte Übermutti hin, die es nicht packt, Privates und Geschäftliches zu trennen“, sie atmete schwer aus: „Viel schlimmer ist, dass er nach dem Vorfall mit Willards Arbeitsvertrag angedeutet hat, mir das Sorgerecht für Dragan streitig zu machen, sollte ich ihm auch weiterhin so ins Handwerk pfuschen.“
„Er kann seinen Sohn nicht ausstehen. Was hätte er davon? Er wird sich wohl kaum um ihn kümmern wollen.“
„Natürlich nicht! Er wird Dragan irgendwohin abschieben und die Behörden davon überzeugen, dass es das beste für ihn sei. Wenn ich meinen Sohn nicht mehr sehen kann ... Iohaan, das will ich mir gar nicht vorstellen ...“
Ihr Chefsekretär schüttelte den Kopf: „Dorian gehört in die Obhut der Aufsicht. Dass er nicht längst im Knast sitzt, entzieht sich meinem Verständnis.“
„Tshh … Schau uns nur an, Iohaan. Da sitzen wir und reden über dieses miese Arschloch an einem Ort, wo seine Ohren überall sind …“, lachte seine Chefin verbittert auf, dann weiteten sich ihre Augen plötzlich und sie erhob sich hektisch von ihrem Sitz. „Dieses … Gör!“
Für einen kurzen Moment spielte Verwirrung auf Iohaans Gesicht, dann ging ihm ein Licht auf.
„Du hast doch nicht etwa immer noch ...“, setzte er an, doch die Hocherle würgte ihn direkt ab, wohl wissend, welche Diskussion er wieder vom Zaun brechen würde.
„Die App schadet nicht! Ich entkopple ‚Gud Geyz’ von Dragans Perso-Tech-Account, sobald er etwas besser auf sich aufpassen kann.“
Vor ihren Augen wurde wohl eine weitere – aus ihrer Sicht inakzeptable – Konfliktszene zwischen ihrem Sohn und ihrer Stieftochter abgespielt. Das Weinen ihres Jungen schallte unverhältnismäßig laut und besorgniserregend aus den Audiodots direkt in ihren Gehörgang.
Sie schnaubte wutentbrannt und stürmte aus der Küche.
Ihr Sekretär folgte ihr.
„Wann lässt Du denn bloß diese absolute Überwachung bleiben? Privatsphäre ist hierzulande eh kaum noch vorhanden, aber seit wann haben auch Eltern staatliche Befugnisse?“, rief er seiner Chefin nach.
„In diesen vier Wänden bin ich der Staat!“, behauptete Tiana.
Iohaan lies diese Aussage nicht auf sich sitzen.
„Die beiden können ihre Probleme auch selber lösen! Es ist ungesund, dass Du wegen jeder Kleinigkeit dazwischengehst! Auch Kinder brauchen ihre Privatsphäre und ...“
Die Hocherle ignorierte ihren Angestellten.
Im Handumdrehen hatte sie den Konferenzraum erreicht, bäumte sich bedrohlich vor den beiden Halbstarken auf und fing an, ihre Stieftochter zusammenzufalten.
Dragan, in der Zwischenzeit, war zu sehr damit beschäftigt, sein unermessliches Unglück zu beweinen und war deshalb nicht dazu in der Lage, das Missverständnis aus der Welt zu schaffen, dass er nicht etwa wegen seiner älteren Schwester heulte, sondern wegen der entsetzlich frustrierenden Tatsache, dass Tiere andere Tiere töteten und aßen.
Der Junge ängstigte sich, wenn es in der Familie zu Streitigkeiten kam – und gestritten wurde in dem Anwesen beinahe täglich. Von der Gesamtsituation überwältigt, war er nur noch ein jämmerliches Knöel aus Tränen, Geschnodder und Sabberblasen.
Angesichts der Umstände hatte Iohaan nur noch den Kopf geschüttelt und flüchtete sich kurz in seine Gedankenwelt. Manchmal wünschte er sich, auf Durchzug zu schalten und die ständigen Streitereien unbehelligt an sich vorbeiziehen zu lassen: schließlich war er Tianas Chefsekretär und nicht ihr privater Babysitter. Hier zu sein tat ihm nicht gut. Dann wiederum pflegte er seit dem Tod seiner Eltern kaum noch andere Kontakte und seine freien Tage einsam in einer winzigen Wohnung zu verbringen fühlte sich noch schädlicher an. Zudem hing er ja doch mit all seinem Herzen an den beiden Kindern und war seiner Chefin treuer, als er es sich eingestehen wollte.
Nicht lang, schon war er wieder zurück in der Realität. Was hatte er verpasst?
„Du weißt, wie empfindlich Dein kleiner Bruder auf solche Dinge reagiert!“, unterstellte Tiana ihrer Stieftochter.
Da platzte Olga der Kragen.
„Dragan reagiert auf ALLES empfindlich! Papa hat Recht: er IST ein verweichlichter Nichtsnutz! Man sollte ihn einmal ordentlich vermöbeln, damit er wirklich was zum Heulen hat!“
Das schlug dem Fass den Boden aus.
„Da hat Dir Deine gute Mutter wohl ein paar Schläge auf den Hinterkopf zu viel mitgegeben, bevor Dein Mustervater sich endlich von ihr getrennt hat, was?“, brauste die Hocherle auf: „Gewalt wird in diesem Haushalt nicht geduldet!“
Iohaans Gesichtszüge entgleisten kurz und missbilligend: Tianas Regeln galten wohl kaum für die vielseitigen Formen von verbaler Gewalt innerhalb des Thorn Anwesens.
„Rede nicht so über meine Mutter!“, brüllte Olga entrüstet: „Du hast keine Ahnung, also halt Deine Klappe!“
Die Jugendliche schluckte mehrfach schwer. Sie hoffte, dass der Klos, der sich in ihrem Hals gebildet hatte und ihr das Sprechen erschwerte, sich lösen möge. Aber sie hatte kein Glück.
Ihre leibliche Mutter – sie war ein gute Mutter. Eine Mutter, die es jetzt und in der Vergangenheit nicht immer schaffte, ihre Tochter zu schützen, wenn es darauf ankam. Aber warum hätte sie sich für ein Kind einsetzen sollen, das eine Strafe verdiente? Ja, ihr Vater war auch ein guter – ein gerechter Vater. Sie hatte längst keine Angst mehr vor ihm, denn sie war zu einer hörigen Tochter herangewachsen.
Tiana ahnte davon nichts. Sie traute ihrem Lebenspartner vieles zu, aber gewalttätig hatte er sich in ihrer Anwesenheit noch nie gezeigt. Zudem schien die Erle einen blinden Fleck in der Größe eines Kontinentes zu besitzen, wenn es darum ging, die tatsächlichen Probleme ihrer Stieftochter zu erkennen und ihr dabei zu helfen, diese zu lösen.
Dorians eiserne Faust ruhte, seit dem er die private Partnerschaft mit Tiana eingegangen war. Seine Macht drückte er seit vielen Jahren nur noch verbal aus oder er lebte seine sadistischen Fantasien an seinen Versuchsobjekten im Labor aus. Aber Olga wünschte sich so sehr, dass er sich eines Tages ihren kleinen Bruder vorknöpfen würde! Wie sonst sollte das Übersensibelchen Disziplin erlernen?
Dieser Nervzwerg, er verdiente eine Tracht Prügel! Wenn sie ihn nicht einer Strafe unterziehen durfte, dann sollte ihr Vater für Gerechtigkeit sorgen. Irgendwie. Egal wie.
Sie wand ihren Blick von ihrer Stiefmutter ab und schubste ihren keinen Bruder provokativ: „Du blöder Weichling, ich habe keine Lust mehr auf Dein dummes Rumgeheule! Mal sehen, was Papa dazu sagt!“
Just wollte Dragan noch stärker weinen, weil seine große Schwester ihn gestoßen hatte, aber die Erwähnung seines Vaters lähmte ihn regelrecht. Seine Selektivität schaltete.
„W-was P-papa sagt?“, fragte er kleinlaut, wischte sich furchtsam die Tränen aus dem Gesicht und klammerte sich reflexartig an seine Schwester: „Nein, bitte! Nicht zu Papa gehen!“, flehte er sie an.
„Lass los, Du dämlicher Zwerg!“, bellte Olga: „Lass jetzt SOFORT los!“
Trotz all seiner Bemühungen hatte sie ihren kleinen Bruder abgeschüttelt. Er verlor das Gleichgewicht und landete mit dem Hintern auf dem Boden. Doch statt zu jammern, hatte sich in Dragans Gesichtszügen eine überraschende Entschlossenheit gezeigt. Für ihn gab es nichts Schlimmeres, als die Strenge seines Vaters auf sich zu ziehen. Er würde sich in seine Schwester regelrecht festbeißen, um auch die allerkleinste Stressituation mit seinem Papa zu verhindern.
Seine Schwester wusste genau, was ihre Aussage bei ihrem Bruder ausgelöst haben musste. Deshalb verlor sie keine Zeit und stürmte über den Eingang zu den Privaträumen zurück in den Flur, um von dort zur Seitenausgangstür in den Gartenbereich zu gelangen.
Ihr kleiner Bruder folgte ihr in einem – für einen 5-jähringen – überraschenden Tempo. All seine Versuche, seine Schwester zu fassen und aufzuhalten, scheiterten.
Iohaan, der die ganze Szenerie beobachtete und der Sache langsam überdrüssig wurde, überlegte sich gerade, in die Küche zurückzukehren und sich eine weitere Tasse Kaffee zu ziehen. Da sich Tiana sowieso wieder in den Streit einmischen und die Situation dadurch nur noch mehr einheizen würde, waren weitere Interventionen vergeblich.
Da fiel ihm auf, dass Tiana zu ruhig geworden war.
„Tut mir Leid, ja - Kinder. Manchmal sind sie laut.. Da ist nichts zu machen“, hörte er, wie sie sich bei jemandem über ihren Audiodot entschuldigte.
Sie baute einen kurzen Blickkontakt mit ihrem Sekretär auf, nickte ihm zu und winkte hektisch Richtung Flur: nun solle er sich um das Geschwisterpaar kümmern. Also lief er Olga und Dragan mit gemäßigten Schritten nach, während Tiana sich auf dem Sofa niederließ und einen Screen auf den Couchtisch aktivierte. Allerdings ließ es sich Iohaan nicht nehmen, einen kleinen Umweg über die Privatküche zu machen, um sich eine weitere Tasse Kaffee zu holen. So ergab es sich, dass sich sein Weg und der Weg des Thorn-Nachwuchses kurzzeitig trennte.
Von dem sich gerade ereigneten Streit vollkommen unbeeindruckt hatte sich das Home-Entertainment System lautlos heruntergefahren.
8 Kabban
Ein hundeänliches Tier, welches nach Altatran eingeschleppt wurde.
9 Pustochol
„Pusto“ – Adjektiv, Bedeutung: „leer“. „Hol“ – Nomen, Bedeutung: „Kopf“.
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